Am Meer

Im Sand am Meer – aus dem Buch Zaubermäuschen – Das Geheimnis

Stelle dir vor, du liegst im Sand am Meer.

Spüre die angenehme Wärme der Sonne auf deinen Beinen und Armen, in deinem Gesicht, auf deinem Bauch und den warmen Sand unter dir.

Der Wind weht leise über das Meer
und es klingt wie ein schönes Lied,
du kannst das Salzwasser riechen und die Wellen hören,
wie sie kommen und gehen.

Du fühlst dich warm und geborgen.

Du hast das Gefühl, ein lieber Mensch nimmt dich in den Arm.

Grabe nun mit deinen Händen rechts und links in den warmen Sand hinein und spüre die Wärme des Sandes.

Du fühlst dich wohl und bist zufrieden.

Spüre die wohltuende Entspannung und genieße,
dass du gar nichts tun musst.

Bleibe noch eine Weile ganz ruhig in Gedanken,
an diesem schönen Ort liegen.

Spüre dabei deinen Atem.

Wenn du einatmest,
wölbt sich dein Bauch nach oben in Richtung Himmel
und wenn du ausatmest, wird dein Bauch wieder flach.

Genauso wie die Wellen im Meer, die kommen und gehen.

Ein warmer Sommertag am Meer

Es ist ein warmer Sommertag.
Du schlenderst am Strand entlang.

In der Hand hast einen kleinen Eimer für Muscheln.
Du bist gespannt, welche Muscheln du heute findest.

Du siehst viele Muscheln auf deinen Weg.
Miesmuscheln, Herzmuscheln, kleine Muscheln, große Muscheln.
Einige Muscheln werden werden immer wieder vom Meer überspült und glitzern in der Sonne.

Als du ein paar kleine Herzmuscheln entdeckst, bleibst du stehen.
Du gehst in die Hocke und betrachtest sie. Die Wellen spülen immer wieder über diese wunderschönen Muscheln und werden leicht vom Wasser bewegt.

Die Herzmuscheln haben unterschiedliche Farben. Einige sind beige, andere weiß, manche haben Muster.
Du suchst dir die schönsten Muscheln aus und legst sie in deinen Eimer.
Dann stehst du auf und fühlst das angenehme warme Wasser das sich über deine Füße bewegt.

Du atmest tief ein und genießt den Duft des Meeres.
Du wirst innerlich ganz ruhig und spürst den Wind auf deiner Haut.
Du fühlst einen tiefen, inneren Frieden in dir.

Du atmest noch einmal die klare Meeresluft tief ein und schaust dir die unendliche Weite des Meeres an.
Atme noch einmal tief ein und aus.

Du fühlst dich ausgeruht, entspannt und ruhig.
Du hast Kraft für den Tag gesammelt.

Kehre nun langsam zurück von deinem wunderschönen Spaziergang am Meer.

Im Garten

Du bist in einem schönen Garten.
Du siehst allerlei Bäume, Büsche, Blumen und Pflanzen.
Die Blumen auf dem Rasen bilden schöne Muster.

Auf einem kleinen Teich schaukeln die Seerosen. Schmetterlinge
und Bienen sonnen sich auf den Blüten. Das Wasser ist klar.
Man kann bis auf den Grund schauen. Steine in vielen Farben und
Formen liegen dort. Am Rand des Teichs wiegen sich Schilfhalme
sanft hin und her.

Dein Atem geht genauso sanft und gleichmäßig, wie Schilfhalme
wiegt er hin und her.Dein Atem geschieht ganz ruhig und gleichmäßig.

Du hörst Vogelgesang und Bienengesumm. Eine Libelle schwirrt mit ihren Flügeln im Sonnenlicht. Schau dir alles in Ruhe an. Verweile mit deinen Augen.
Du fühlst eine tiefe Ruhe in dir. Du bist ruhig und entspannt.

In der Gartenhütte stehen Gießkannen. Du nimmst zwei der Kannen und füllst sie am Brunnen. Die Sommerblumen verlangen nach Wasser. Die vollen Kannen sind sehr schwer. Du fühlst, wie schwer sie sind.
Deine Arme sind ganz schwer.
Die Arme sind schwer, ganz schwer.

Nachdem du die Blumen gegossen hast, stellst du die leeren Kannen wieder ab.
Du fühlst dich erleichtert. Die Arme sind gelöst und entspannt.

In der Hütte findest du Arbeitsstiefel. Du ziehst sie für die Gartenarbeit an. Die Stiefel sind sehr schwer.
Du fühlst wie schwer sie sind.
Die Füße und Beine sind ganz schwer.

Nach getaner Arbeit ziehst du die Stiefel wieder aus.
Du legst dich zum Ausruhen ins duftende Sommergras.
Du kannst den Duft des Grases, der Erde riechen.
Es ist ein schöner warmer Sommertag.
Du fühlst dich wohl. Ruhig und entspannt bist du.
Du erholst dich voll und ganz.

Die Sonne scheint. Du fühlst, wie sie dich wärmt. Sie scheint auf deine Arme, auf deine Beine, auf den ganzen Körper.
Die Arme sind ganz warm.
Die Beine sind ganz warm.
Der ganze Körper ist warm, wohlig warm.
Du genießt den schönen Tag.

Deine Gedanken sind ruhig. Sie ziehen mit den Wolken am Himmel vorüber und verschwinden am Horizont.
Nichts stört.
Alles ist ruhig.

Du bist ganz ruhig und entspannt.
Du träumst noch ein wenig weiter.

„von Werner Stangl“

Im Traumland

Du liegst auf einer grünen Wiese mitten im Wald.

Die Sonne scheint auf deinen Körper.
Du bist ganz ruhig und entspannt.

Deine Arme werden schwer, deine Beine werden schwer.
Deine Arme werden warm und deine Beine werden warm.

Du hörst leises Vogelgezwitscher.

Da flattert plötzlich ein wunderschöner bunter Vogel über dir herum.

Er spricht dich an. „Hallo, ich bin dein Freund und will dir den Weg zu deinem geheimen Traumland zeigen. Kommst du mit?“

„Ja“, rufst du, stehst auf und läufst hinter ihm her.

Es geht über die Wiese, vorbei an einem großen Feld und durch einen lichten Wald, bis ihr an einen Fluss kommt.

Dort liegt ein Boot.

Es schaukelt leicht auf dem Wasser hin und her.
„Komm“, sagt der Vogel, „steig schon mal ein, ich bringe dich hinüber.“

Du steigst in das Boot und der schöne bunte Vogel flattert vor dir her übers glitzernde Wasser.

Wie von einem unsichtbaren Faden gezogen gleitet das Boot hinüber zum anderen Ufer.
„Wir sind da“, ruft der Vogel und flattert durch die laue Luft davon.

Du stehst staunend am Ufer. Hier ist es, dein Traumland.

Niemand anderes weiß, wo es ist und niemand kann ohne deinen Willen dorthin gelangen. Nur du kennst dein Traumland und weißt, wie es aussieht.

Vielleicht gibt es dort einen großen Berg, auf den du hinauf klettern und hinunter in die Welt sehen kannst.

Vielleicht ist dort auch ein großes, buntes Blumenmeer, in dem die Schmetterlinge, Bienen und Libellen von Blüte zu Blüte fliegen.
Vielleicht ist in deinem Traumland aber auch ein altes Dorf oder eine schöne Stadt.

Dein Traumland steht dir immer offen.

Wenn du einmal Ruhe brauchst, weil du erschöpft bist oder nachdenken möchtest, dann geh in Gedanken den Weg in dein Traumland und entspanne dich dort.

„von Werner Stangl“

Das ängstliche Kätzchen

Du liegst ruhig und entspannt auf einer weiten Wiese.
Die Sonne ist hell und du blinzelst hinein.

Du bist fast schon eingeschlafen, da hörst du aus der Ferne
ein klägliches Stimmchen: “Miau, miau“, ruft es.

Du stehst auf und siehst nach. Über die Wiese gehst du,
am Wäldchen vorbei und kommst an das Stoppelfeld.

Da schleicht ein kleines Kätzchen
ganz ängstlich auf dem Feldweg dahin.
“Was ist denn los, kleines Kätzchen?“ sprichst du es an.

“Warum bist du so ängstlich?“
Als es dich hört, bleibt das Kätzchen
vor Schreck wie erstarrt stehen.
“Aber ich tu dir doch nichts“, sagst du,
“du kannst mir vertrauen.“

“Wie schön“, sagt das Kätzchen und atmet erleichtert durch.
„Weißt du, die Mäuse und die Vögel, alle sagen, dass sie sich eigentlich vor mir fürchten sollten. – Aber dabei habe doch ich so große Angst vor ihnen.“

Du wunderst dich und staunst:
“Was, ein Kätzchen, das sich vor Mäusen fürchtet!“

“Wenn du dich immer von Mäusen und Vögeln fernhältst, dann wirst du dich auch immer vor ihnen fürchten.“

Du musst immer zu dir selbst sagen:
“Nicht verzagen, auch was wagen!“
“Komm , wir gehen über das Feld!“

Das Kätzchen folgt dir, nachdem es sich noch einmal
vorsichtig umgeschaut hat.
Zunächst hält es sich immer ganz dicht an deiner Seite.

Und wie ihr so daher kommt, verschwinden die Mäuse in ihren Mäuselöchern und die Vögel fliegen in Scharen auf in den Himmel.

Du hörst, wie das Kätzchen immer wieder vor sich hinmurmelt: “Nicht verzagen, auch was wagen!“

Und es merkt jetzt, dass die Mäuse und die Vögel auch nicht gerade die Mutigsten sind. “Hurra!“ miaut es begeistert.
“Jetzt werde ich bestimmt so mutig wie alle anderen Katzen!“ “

Nicht verzagen, auch was wagen!“ “Das werde ich jetzt immer ausprobieren, wenn ich mal wieder ängstlich bin!“

Und dann wandert es stolz über das Stoppelfeld davon.
Und auch du machst dich wieder auf den Heimweg.

„von Werner Stangl“

Der Berg 

Nach einer langen Wanderung
bist du auf dem Gipfel eines
Berges angekommen.

Um dich herum ist Ruhe – klare Luft.

Du fühlst dich wohl.

Du bist etwas müde.

Deine Arme und Beine sind schwer.

Du ruhst dich aus.

Du schaust dir die Umgebung an.

Du siehst die Erde, das Gras, Blumen.

Kleine Käfer spazieren gemächlich
von Grashalm zu Grashalm.

Du hörst das Schwirren und
Summen der Bienen.

Du fühlst das Gras, die Erde.

Deine Füße strecken sich müde im Gras aus.

Du siehst dir alles genau an.
Weit unter dir siehst du Wald, Wiesen und Felder.

Du schaust zum Himmel empor und siehst
die Wolken wie sie am Himmel ziehen.

Schau nach ihren Formen und Farben.

Du spürst die Ruhe.

Die Ruhe ist auch in dir.

Du bist schwer, warm, gelöst und ruhig.

Dein Atem geht ruhig und gleichmäßig.

Du bist ganz ruhig und entspannt.

„von Werner Stangl“